Vorerst keine neue Sonderabschreibung beim Mietwohnungsbau

Der Bundesrat hat am 14.12.2018 kurzfristig einen Geset-zesbeschluss des Bundestags zu Sonderabschreibungen beim Mietwohnungsneubau von der Tagesordnung abge-setzt. Damit wird eine zunächst geplante neue Sonderab-schreibung zur Förderung des Mietwohnungsneubaus vorerst nicht umgesetzt. Geplant war, privaten Investoren zu ermöglichen, befristet für vier Jahre,fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstel-lungskosten einer neuen Wohnung bei der Steuer geltend zu machen. Die bereits geltende lineare Sonderabschrei-bung über zwei Prozent sollte bestehen bleiben. Damit hätten in den ersten vier Jahren insgesamt 28 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Miet-wohnung steuerlich abgeschrieben werden können. Voraussetzung für die Sonderabschreibung sollte dem Gesetz zufolge sein, dass die Anschaffungs- oder Herstel-lungskosten 3.000 €/qm Wohnfläche nicht übersteigen. Außerdem hätte die Wohnung im Jahr der Herstellung und in den folgenden neun Jahren der entgeltlichen Über-lassung zu Wohnzwecken dienen müssen. Um sicherzustellen, dass die neuen Wohnungen nicht als Ferienwohnungen (unter-)vermietet werden, hätten die Wohnungen dauerhaft bewohnt sein müssen. Vorgesehen waren darüber hinaus auch Steuerbegünsti-gungen für Investitionen in bestehende Gebäude. Sie sollten nur greifen, wenn sie zu neuem Wohnraum füh-ren. Hinweise: Das Gesetzgebungsverfahren ist damit nicht beendet. Theoretisch kann das Gesetz auf Antrag eines Landes oder der Bundesregierung auf eine der nächsten Tagesordnungen des Bundesrates gesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet werden.