Monate: September 2016

Wichtige Termine: Steuer und Sozialversicherung im September 2016

12. 9. 2016 Umsatzsteuer; Lohnsteuer; Solidaritätszuschlag; Kirchenlohnsteuer; Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer; Solidaritätszuschlag; Kirchensteuer Zahlungsschonfrist bis zum 15. 9. 2016 (gilt nicht bei Barzahlungen und Zahlungen per Scheck) 28. 9. 2016 Fälligkeit der Beitragsgutschrift der Sozialversicherungsbeiträge beim Sozialversicherungsträger am 28. 9. 2016 Einreichen der Beitragsnachweise bei der jeweiligen Krankenkasse (Einzugsstelle) bis zum 26. 9. 2016

Erbschaftsteuerreform im Vermittlungsausschuss

Der Bundesrat hat am 8. 7. 2016 zu dem vom Bundestag verabschiedeten Gesetz der Erbschaftsteuerreform den Vermittlungsausschuss angerufen, um die geplanten Regeln für Firmenerben in dem gemeinsamen Gremium grundlegend überarbeiten zu lassen. Hintergrund: Ende 2014 hatte das Bundesverfassungsgericht die bisherigen Privilegien für Betriebserben als zu weitgehend bezeichnet und dem Gesetzgeber aufgegeben, bis zum 30. 6. 2016 eine Neuregelung zu finden (lesen Sie hierzu unsere Mandanten-Information Februar 2015). Dieses Vorhaben …

Keine Bagatellgrenze bei privater Nutzung eines Firmenfahrzeugs

Auch für eine geringfügige Privatnutzung eines betrieblichen Kfz ist eine Entnahme anzusetzen und zu versteuern. Es gibt insoweit keine Bagatellgrenze. Hintergrund: Die Privatnutzung eines betrieblichen Kfz ist als Entnahme zu erfassen und zu versteuern. Die Entnahme wird entweder nach der sog. 1 %-Methode bewertet, d. h. monatlich mit 1 % des Bruttolistenpreises des Kfz angesetzt, oder nach der sog. Fahrtenbuchmethode versteuert, d. h. mit den auf die Privatfahrten entfallenden …

Abzugsverbot für Firmenkalender

Die Produktionskosten für einen Firmenkalender, der an Geschäftsfreunde und Kunden verschenkt wird, sind nicht als Betriebsausgabe abziehbar, wenn die Kosten auf einem normalen Aufwandskonto gebucht werden und nicht auf einem gesonderten Konto für nicht abziehbare Betriebsausgaben. Dies gilt auch dann, wenn der Kalender die steuerliche Grenze für Geschenke von 35 € nicht übersteigt. Hintergrund: Geschenke an Geschäftsfreunde sind nicht abziehbar, wenn ihre Anschaffungskosten 35 € pro Empfänger …

Vorsteuerabzug eines Leasinggebers

Ein Leasinggeber kann die ihm in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen, wenn er dem Leasingnehmer im Rahmen eines sog. Sale-and-lease-back-Geschäftes nicht lediglich einen Kredit gewährt, sondern an einer bilanziellen Gestaltung des Leasingnehmers mitwirkt und dadurch eine umsatzsteuerpflichtige Leistung erbringt, die zum Vorsteuerabzug berechtigt. Hintergrund: Der Vorsteuerabzug ist grundsätzlich ausgeschlossen, soweit der Unternehmer umsatzsteuerfreie Umsätze erbringt. Zu solchen Umsätzen gehört u. a. die Gewährung von …

Steuerneutrale Unternehmernachfolge bei Personengesellschaften

Der Bundesfinanzhof (BFH) erleichtert die sog. gleitende Generationennachfolge bei Personengesellschaften. Der Gesellschafter einer unternehmerisch tätigen Personengesellschaft, der seiner Personengesellschaft auch Grundbesitz vermietet, ist steuerlich nicht gezwungen, seinem Kind, das an der Personengesellschaft unentgeltlich beteiligt werden soll, auch sogleich den Grundbesitz zu übertragen. Vielmehr kann der Gesellschafter den Grundbesitz zunächst behalten und ihn auf eine andere Personengesellschaft, an der er beteiligt ist, steuerneutral übertragen. Hintergrund: Vermietet …

Anforderungen an korrekte Rechnungen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in zwei Verfahren den Europäischen Gerichtshof (EuGH) angerufen, damit dieser klärt, ob der leistende Unternehmer in seiner Rechnung die Anschrift angeben muss, unter der er wirtschaftlich aktiv ist, oder ob es genügt, dass er eine Anschrift angibt, unter der er lediglich postalisch erreichbar ist. Hintergrund: Der Vorsteuerabzug eines Unternehmers setzt voraus, dass er über eine ordnungsgemäße Rechnung des leistenden Unternehmers verfügt. …