Monate: Juli 2016

Wichtige Termine: Steuer und Sozialversicherung im August 2016

10. 8. 2016 Umsatzsteuer; Lohnsteuer, Kirchensteuer zur Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag Zahlungsschonfrist bis zum 15. 8. 2016* (gilt nicht bei Barzahlungen und Zahlungen per Scheck) [* Bitte beachten Sie den regionalen Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. 8. 2016 im Saarland und Teilen Bayerns] 15. 8. 2016* Gewerbesteuer, Grundsteuer Zahlungsschonfrist bis zum 18. 8. 2016* (gilt nicht bei Barzahlungen und Zahlungen per Scheck) [* Bitte beachten Sie den regionalen Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. 8. 2016 im Saarland und Teilen …

Modernisierung des Besteuerungsverfahrens

Der Bundesrat hat das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens verabschiedet. Ziel des Vorhabens ist u. a. eine Automatisierung des Steuerverfahrens sowie die Vereinfachung der Steuererklärungen. Das Gesetz tritt im Grundsatz am 1. 1. 2017 in Kraft. Anbei die wichtigsten Änderungen in Überblick: Künftig können von der Finanzverwaltung Risikomanagementsysteme eingesetzt werden, um zu bewerten, ob für Steuersachverhalte weitergehende Ermittlungen oder Prüfungen erforderlich sind. Besteht kein Anlass für eine personelle …

Förderung der Elektromobilität

Wie in der letzten Ausgabe berichtet, soll der Kauf von Elektroautos staatlich gefördert werden. Die EU-Kommission hat signalisiert, dass sie keine beihilferechtlichen Bedenken gegen die sogenannte Kaufprämie hat. Nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie im Bundesanzeiger kann der Umweltbonus, wie die Prämie auch genannt wird, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen …

Unterbringung im Seniorenstift

Die Kosten für die Unterbringung in einem Seniorenstift sind als außergewöhnliche Belastung absetzbar, sofern die Unterbringung krankheitsbedingt erfolgt und die angemietete Wohnfläche angemessen ist. Hintergrund: Außergewöhnliche Belastungen liegen vor, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen mit gleichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen und gleichem Familienstand entstehen. Ein typisches Beispiel hierfür sind Krankheitskosten. Sachverhalt: Die Klägerin war pflegebedürftig nach Pflegestufe III. Sie …

Nebenräume eines Arbeitszimmers

Ein Steuerpflichtiger, der ein häusliches Arbeitszimmer nutzt, kann die Kosten für die Nebenräume, wie z. B. Bad, Flur oder Küche, nicht anteilig absetzen. Hintergrund: Die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer sind grundsätzlich nicht absetzbar. Ausnahmsweise ist aber ein steuerlicher Abzug möglich, wenn für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht oder wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit …

Unfallkosten und Entfernungspauschale

Die Bundesregierung hat zum Abzug von Unfallkosten neben der Entfernungspauschale Stellung genommen. Die überraschende Aussage: Ein Werbungskostenabzug soll weiterhin möglich sein. Hintergrund: Seit einer Gesetzänderung im Jahr 2001 sind mit der Entfernungspauschale sämtliche Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte abgegolten. Hierunter fallen auch Unfallkosten, die einem Arbeitnehmer für die Wege zwischen Wohnung und Arbeit entstehen. Dies wurde erst kürzlich wieder durch das Finanzgericht …

Umsatzsteuer bei Betriebsveranstaltungen

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat zum Vorsteuerabzug bei Betriebsveranstaltungen Stellung genommen. Dabei macht es deutlich, dass die lohnsteuerliche Ersetzung der Freigrenze von 110 € durch einen Freibetrag in gleicher Höhe keine Auswirkung auf den Vorsteuerabzug hat. Hintergrund: Der Gesetzgeber hat mit Wirkung ab 2015 einen Lohnsteuer-Freibetrag von 110 € bei Betriebsveranstaltungen eingeführt. Wird der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber zu einer Betriebsveranstaltung eingeladen und entfallen auf den Arbeitnehmer Kosten …

Keine Nutzungsentnahme für Transporter

Ein Unternehmer, der einen T4-Transporter der Marke VW in seinem Betrieb nutzt, muss keine private Kfz-Nutzungsentnahme nach der 1 %-Methode versteuern. Ein derartiges Fahrzeug ist typischerweise nicht zur privaten Nutzung bestimmt. Hintergrund: Bei betrieblichen Fahrzeugen ist eine private Nutzungsentnahme im Umfang von 1 % des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs pro Monat zu versteuern. Damit soll die Privatnutzung des Fahrzeugs steuerlich erfasst werden. Will der Unternehmer die 1 %-Methode …